Klinik Landau
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Viszeralchirurgie
Die klinischen Schwerpunkte der Abteilung sind die gesamte Viszeralchirurgie, das gesamte Spektrum der minimal-invasiven Chirurgie, die Hernienchirurgie, colorektale und Pankreaschirurgie.
Chefarzt Dr. Neufang war vorher Erster Oberarzt der Chirurgischen Klinik am Klinikum Mannheim und Oberarzt am Zentrum für Chirurgie I, Uniklinik Göttingen.
Die Viszeralchirurgie (syn.: Bauchchirurgie, Allgemeinchirurgie) umfasst die operative Behandlung der abdominellen Organe, d. h. des gesamten Verdauungstraktes einschließlich der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarmes, des Enddarmes, der Leber, des Pankreas und der Milz. Weiterhin zählt die operative Behandlung der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse und die Behandlung des Leistenbruchs zur Viszeralchirurgie.
Halschirurgie
Hier führen wir sämtliche Operationen an der Schilddrüse durch z. B. bei Vergrößerungen, Knotenbildungen (Adenome), Kropfoperationen (Struma) bei Über- und Unterfunktion der Schilddrüse, bei Schilddrüsenentzündungen (Thyreoiditis) und besonders auch bei gutartigen und bösartigen Tumorerkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse (Neck-dissection mit Entfernung aller Abflussbahnen und Entfernung aller umliegenden Strukturen je nach Art und Größe des Tumors).
Auch Operationen an der Halsschlagader, den Lymphbahnen und Lymphknoten (z.B. bei Leukämien und M. Hodgkin) gehören zu unserem Leistungsspektrum.
Allgemein- und Bauchchirurgie
Unser Leistungsspektrum umfasst die gesamte Allgemein- und Bauchchirurgie.
Der Trend zu laparoskopischen Verfahren („minimal invasive“ oder „Schlüssellochchirurgie“) nimmt stetig zu. Vorteile sind bessere kosmetische Ergebnisse, schnellere Wundheilung, erhebliche Schmerzminderung nach der Operation, Verkürzung der Verweildauer im Krankenhaus und der Wiederherstellung und Erholung insgesamt, die körperliche Aktivität und Arbeitsfähigkeit wird rascher erreicht als dies früher der Fall war (früher lag die Verweildauer nach einer Gallenblasenentfernung bei ca. 3 Wochen, heute sind es in der Regel 3 bis maximal 5 Tage). Die laparoskopische Gallenblasenentfernung wird bereits heute standardmäßig der „offenen“ Operation vorgezogen. Etwa 95% aller Patienten konnten wir bei uns bisher mit diesem Verfahren operieren.
Selbstverständlich bieten wir Ihnen sämtliche etablierten Verfahren der Allgemein- und Bauchchirurgie auch laparoskopisch an wie z.B.:
- Adhaesiolysen mit dem Ultraschalldissektor (das „harmonische Skalpell“)
- die laparoskopische Appendektomie (Blinddarmentfernung)
- die laparoskopische Cholecystektomie (Gallenblasenentfernung) mit Darstellung der Gallenwege während der Operation
- die laparoskopische Fundoplicatio (Rekonstruktion des Mageneingangs bei schwerem Sodbrennen)
- die gesamte laparoskopische Hernienchirurgie (besonders bei Rezidiven)
- die laparoskopisch gestützte Sigmaresektion (z. B. bei einer Sigmadivertikulitis)
Desweiteren führen wir sämtliche Eingriffe der gängigen
- Magenchirurgie (Entfernung, Teilentfernung bei Tumoren sowie Denervierungen, Plastiken etc.)
- Pankreaschirurgie und Mastdarmchirurgie (z. B. die tiefe anteriore Mastdarmentfernung zur Vermeidung eines künstlichen Darmausganges, Darmteilentfernungen bei Tumoren)
Proktologie und Coloproktologie
Nach wie vor sind Erkrankungen in der Aftergegend bei uns in Deutschland sehr häufig. Auch wenn in der letzten Zeit die Entwicklung der Therapiemöglichkeiten hier rasante Fortschritte gemacht hat, ist es noch in weiten Teilen der Bevölkerung ein Tabuthema. Neben den üblichen proktologischen Operationsverfahren wie z. B. bei Hämorrhoiden, Analvenenthrombose, Analfissur (Afterhauteinriß), Fisteln, Abszessen, Hauterkrankungen am Gesäß, Feigwarzen, einem Rektumvorfall (hier werden in unserem Hause auf die Patienten abgestimmte Operationsverfahren über Bauchschnitt oder über den After angeboten), analer Inkontinenz und Tumoren im Analbereich bieten wir Ihnen auch größere Operationen in der Hämorrhoidenchirurgie (Operation nach Longo, Operation nach Fansler-Arnold), der Inkontinenzchirurgie (Operation nach Parks) und der großen Fistelchirurgie (Endorektale Mucosaverschiebelappenplastik) an.
Thoraxchirurgie
Hier werden bei uns neben den üblichen thoraxchirurgischen Routineeingriffen vor allem die Nervendekompression beim Thoracic-outlet-Syndrom durchgeführt.
Herzschrittmacherchirurgie
In Zusammenarbeit mit der internistisch-kardiologischen Abteilung unseres Hauses werden von uns jährlich ca. 150 Herzschrittmacher implantiert.
Für den Eingriff genügt eine kleine, nicht belastende örtliche Betäubung.
Während des gesamten Eingriffes werden Sie mit Ihren Herzfunktionen von einem für Sie persönlich zuständigen Narkosearzt überwacht.
Gefäß- und Varizenchirurgie
In der Gefäßchirurgie bieten wir Ihnen die üblichen Routineverfahren in der wiederherstellenden peripheren arteriellen Bypasschirurgie, in der Carotischirurgie (Halsschlagader) und der abdominellen Gefäßchirurgie, z.B. des Ersatzes der Bauchaorta durch eine Y-Prothese bei Aneurysmen (Gefäßaussackungen) oder Gefäßverkalkung an.
Minimal invasive Techniken in der Varizenchirurgie:
Neben der bekannten Crossektomie und dem Stripping der Vena saphena magna und parva mit der sog. Invaginationstechnik, welche die postoperative Blutergussbildung deutlich minimiert und das Einlegen von Drainagen oft überflüssig macht, werden Seitenäste in gleicher Sitzung nach der sog. Häkelnadeltechnik entfernt und Perforansvenen ligiert. Bei trophisch gestörten Hautarealen erfolgt die Fasziotomie ebenfalls endoskopisch um die Revaskularisierung von innen her zu fördern. Langjährige therapieresistente Ulcera cruris („offene Beine“) werden durch Ausschneidung des betroffenen Areals mit anschließendem Vacusealverband (spezielle Vakuumverbandstechnik) und späterer Deckung durch ein Spalthauttransplantat erfolgreich behandelt. In diesem Fall erfolgt in 2. Sitzung die Sanierung der Varikosis.






