Klinik Annweiler
Innere Medizin
Die Innere Abteilung der Klinik Annweiler umfasst 72 Betten, darunter 4 Betten auf einer Intensiv-Pflegeeinrichtung, die überwiegend der Überwachung Herz- und Kreislaufgefährdeter Patienten zur Verfügung steht. Außerdem besteht eine Beatmungseinheit. Die Innere Abteilung kooperiert eng mit der neu erweiterten Dialyseeinrichtung mit 13 Dialyseplätzen im Hause, die vom KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation Frankfurt-Neu Isenburg unterhalten und dem niedergelassenen Internisten Dr. Viktor Schulz und dem Nephrologen Dr. Thomas Gräfe geleitet wird.
Das Ärzteteam besteht aus dem Chefarzt Dr. Christoph Wiegering, den Oberärzten Dr. André Reck, Dr. Thomas Gräfe, Dr. Bernd Faustmann sowie 6 Assistenzärzten.
Die Innere Abteilung betreut Patienten mit allen Erkrankungen des Fachbereiches der Inneren Medizin, wie Herz-Kreislauf-, Magen-Darm-, Lungen-, Leber-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen.Für letztere besteht eine strukturierte Schulung mit einem Diabetesberater (DDG), und großzügigen separaten Schulungsräumlichkeiten. Es werden Schulungen sowohl für ambulante als auch für stationäre Patienten durchgeführt. Die ärztliche Leitung der Diabetesschulung unterliegt dem Chefarzt, der zertifizierter Diabetologe (DDG) ist.
Patienten mit diabetischem Fußsyndrom werden auf der Diabetes-Schwerpunkt-Station interdisziplinär von zwei Diabetologen in enger Kooperation mit dem Chirurgen Dr. Steuer betreut sowie von speziell weitergebildeten Krankenschwestern. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der gefäßchirurgischen Abteilung des Diakonissen-Krankenhauses in Speyer unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Rümenapf.
Ein weiterer Schwerpunkt in Annweiler ist die Betreuung nierenkranker Menschen. Der Schwerpunkt wird von Herrn Dr. Gräfe geleitet, der ausgebildeter Nephrologe und gleichzeitig ärztlicher Leiter des KfH Nierenzentrums im Hause ist. Hier geht es um die Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen Nierenleiden einschließlich Durchführung und Vorbereitung der gängigen Nierenersatzverfahren wie Hämodialyse und Bauchfelldialyse.
Über das KfH Nierenzentrum besteht auch die Möglichkeit einer ambulanten Sprechstunde.
Im November 2004 wurde in Annweiler eine Palliativstation eröffnet. Hier werden Patienten mit einer fortgeschrittenen unheilbaren Tumorerkrankung, unheilbarer chronischer internistischer oder neurologischer Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung behandelt. Die ganzheitliche Behandlung erfolgt durch das Team aus palliativmedizinisch erfahrenen Ärzten, Pflegenden, Sozialarbeiter, Psychologin, Seelsorgern und Physiotherapeuten. Um dem schwerkranken Menschen in seiner persönlichen Situation gerecht zu werden, ist die Begleitung so weit wie möglich an seinen persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten ausgerichtet.
Im Rahmen der allgemeinen Inneren Medizin stehen für Diagnostik und Therapie umfangreiche medizinische Geräte zur Verfügung, wie eine leistungsfähige Röntgeneinrichtung mit moderner digitaler Bildverarbeitung, moderne kardiologische und sonographische Geräte (inklusive transösophagealer Echokardiographie und Stressechokardiographie), ein funktionstüchtiges klinisches Laboratorium und in der Endoskopieabteilung Videoendoskopiegeräte für die Erkennung von Erkrankungen in Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dickdarm und der Lunge und in Kombination mit der Röntgendiagnostik für die Erkennung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.
Während die Innere Medizin in den früheren Jahren vorwiegend eine konservative, nicht invasive Medizin war, d.h. es erfolgten keine operativen Eingriffe, hat sich jetzt innerhalb der Spiegelung von Magen und Darm im Rahmen der Endoskopie die Möglichkeit auch zu kleinen therapeutischen Eingriffen ergeben, wie die Abtragung von Polypen im Dickdarm, die als Vorstufen von Krebs gelten, die Verödung oder das Abschnüren von Krampfadern in der Speiseröhre, die schwere Komplikationen wie massive Blutungen verhindert oder die Entfernung von Gallensteinen aus dem Gallengang durch einen kleinen Schnitt an der Mündung des Gallenganges in den Dünndarm im Rahmen einer Magen-Duodenalspiegelung. So kann oft eine Operation insbesondere bei älteren Patienten, die mit besonderen Risiken der Multimorbidität verbunden wäre, verhindert bzw. umgangen werden.
In Ergänzung zur Röntgendiagnostik der Lungenerkrankungen bietet die endoskopische Diagnostik weitere Möglichkeiten wie die Spiegeluntersuchungen der Luftröhre und der Bronchien.
Diese Bronchoskopien haben einen hohen Stellenwert in der Früherkennung des Lungenkrebses.
Im Vordergrund der Erstdiagnostik stehen die weniger belastenden klinischen Untersuchungen wie das Elektrokardiogramm und der Ultraschall des Herzens mittels Farbdoppler-Echokardiographie sowie die Ultraschalluntersuchungen der Organe des Bauchraumes und ferner die farbdopplersonographischen Untersuchungen der Patienten mit Gefäßerkrankungen. Ebenso ist die Zahl der Patienten mit coronarer Herzerkrankung sehr groß. Zur Erkennung dieser Herzerkrankungen und zur Abwägung, ob konservativ oder operativ vorgegangen werden muss, steht uns ein leistungsfähiges EKG-Labor mit Ergometriemessplatz und Langzeit-EKG und eine Echokardiographieeinheit mit Farbdoppler- und Stressecho zur Verfügung. Die weitere Diagnostik (z.B. Herzkatheteruntersuchungen) erfolgt durch die kardiologische Gemeinschaftspraxis Stille / Pollert in Landau, mit der eine enge Zusammenarbeit besteht einschließlich Konsiliaruntersuchungen in Annweiler.
Neben dem Einsatz aller modernen Geräte steht für uns im Vordergrund eine gute, verständnisvolle zwischenmenschliche Beziehung zwischen unseren Patienten einerseits und den Ärzten und Schwestern andererseits.
Die persönliche, familiäre Atmosphäre unserer überschaubaren Klinik wird allseits geschätzt.






